Wie digital ist die PR-Branche?

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Während die digitale Transformation in den meisten Unternehmen angekommen ist, sind nur wenige PR-Agenturen und Kommunikationsabteilungen bereits umfassend digitalisiert. Das zumindest legt die Studie „European Communication Monitor“ dar, bei der mehr als 2.600 Kommunikationsleiter und -praktiker in 46 europäischen Ländern befragt wurden. So sehen fast 40 Prozent aller Teilnehmer in ihrer Abteilung großen Nachholbedarf bei der Digitalisierung der Kommunikation und beim Aufbau digitaler Infrastrukturen für die eigene Arbeit. Für uns als PR-Agentur mit Berührungspunkten zu vielfältigen Technologie-Themen sind die Ergebnisse natürlich besonders spannend.

Geringer digitaler Reifegrad

Die Mehrheit der PR-Verantwortlichen betont die Bedeutung der Digitalisierung der Kommunikation mit den Stakeholdern (87,7 %). Auch die Notwendigkeit des Aufbaus einer digitalen Infrastruktur (83,9 %) ist danach offensichtlich. In der Praxis sieht das jedoch anders aus: Weniger als die Hälfte (43,8 %) der Kommunikationsabteilungen und -agenturen gilt als ausreichend digitalisiert. Die Studie zeigt zudem, dass Strategien zur Umgestaltung von Strukturen (42,1 %), Personal (41,9 %) und Aufgaben (39,4 %) weniger verbreitet sind als die Nutzung von Technologien (48,3 %). Die Erhebung offenbart gleichzeitig, dass die Entwicklung digitaler Strategien in allen Bereichen essenziell ist, um den digitalen Reifegrad zu erhöhen.

Deutlich mehr Videokonferenzen

Die Pandemie hat Video-Calls regelrecht befeuert. 89,2 % der Kommunikationsfachleute haben sie 2021 regelmäßig genutzt. Am häufigsten werden sie in der internen Kommunikation eingesetzt, etwa um die Mitarbeiter zu informieren und einzubinden (92,5 %). Eine Mehrheit der Befragten sieht die Technologie als wirksames Instrument für die Unternehmenskommunikation und erwartet diese Haltung auch von den Stakeholdern. Rund drei Viertel der Studienteilnehmer (72,8 %) wollen Video-Meetings auch weiterhin nutzen.

Kommunikationsberatung wird wichtiger

Betrachtet man die Aufgabenverteilung, so ist die Rolle des Kommunikators besonders präsent (42,8 %), gefolgt von Managertätigkeit (31,1 %). Rund ein Viertel der Befragten ist als Coach (27,7 %) oder Berater (26,2 %) tätig. Mehr als die Hälfte der Interviewten erwartet, dass diese beiden Rollen in den nächsten drei Jahren deutlich wichtiger werden. Die Mehrheit sieht die eigenen Kompetenzen und persönlichen Eigenschaften als geeignet, um für Unternehmen zu kommunizieren (77,1 %). Nur jeder Zweite schätzt seine Managerkompetenzen als hoch ein. Kommunikationsberater unterstützen meistens das Top-Management oder Abteilungsleiter bei strategischen Entscheidungen. Diese Berater verfügen häufig über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung und eine entsprechende Ausbildung.

Potenzial durch Digitalisierung

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass es großen Aufholbedarf in den Kommunikationsabteilungen der Unternehmen, aber auch bei PR-Agenturen und Beratern gibt. Denn die Digitalisierung von Kommunikationsprozessen und Nutzung neuer Technologien wie Big Data und Algorithmen eröffnen ein erhebliches Nutzenpotenzial. Dieses beginnt bei elektronischen Tools zur Verteilung von Informationen und Content (wir selbst nutzen etwa die PR-Software PressFile und zur Verwaltung der Social-Media-Kommunikation das Portal Hootsuite) und reicht bis zur Auswertung und Analyse der Ergebnisse mittels digitaler Werkzeuge bzw. spezialisierter Dienstleister wie Meltwater. Fest steht jedenfalls, dass die Online-Präsenz und -Kommunikation von Unternehmen zukünftig noch mehr Stellenwert haben wird als bereits heute. Dafür müssen sich die Kommunikationsabteilungen bzw. PR-Agenturen rüsten und die notwendigen Kompetenzen ausbauen.

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